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Unbedingt lesen: In einem einzigen Buch auf 240 Seiten: die ganze Bibel –  Marx – Benjamin – Rahner – Metz – Kloos 

Veröffentlicht am September 21, 2026September 21, 2026 by Daniel Weidlich
Kirche, Gesellschaft & Theologie

Quo vadis, ecclesia? Zur Dringlichkeit einer Ekklesiologie solidarischen Eingedenkens

Das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar stellt eine neue Veröffentlichung seines Referenten Dominic Kloos vor. Ausgangspunkt ist die Frage nach der Rolle der Kirche angesichts gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Krisen. Kloos kritisiert dabei eine kirchliche Selbstbeschäftigung, die sich zwischen liberalen Reformansätzen und konservativen Identitätsdebatten bewege, während sich gesellschaftliche Krisen verschärften.

Im Zentrum des Buches steht das Geschichtsdenken Walter Benjamins, das Kloos mit Impulsen aus der Neuen Politischen Theologie von Johann Baptist Metz und der Befreiungstheologie verbindet. Benjamins Idee des geschichtlichen Eingedenkens wird dabei als Einspruch gegen eine Entwicklung verstanden, die über vergangenes und gegenwärtiges Leid hinweggeht.

Daraus entwickelt Kloos Überlegungen zu einer „solidarisch eingedenkenden Kirche“. Diese soll nach seiner Argumentation ihre Fixierung auf innerkirchliche Fragen überwinden, sich an die Seite der gesellschaftlich Ausgegrenzten und von Krisen besonders Betroffenen stellen und bestehende Herrschafts- und Wirtschaftsverhältnisse kritisch hinterfragen.

Das rund 240 Seiten umfassende Buch basiert auf Kloos‘ Magisterarbeit im Fach Fundamentaltheologie und trägt den Titel „…vom Gestrüpp des Wahns und des Mythos gereinigt werden“ – Walter Benjamins Denken der Geschichte als Denken gegen die Katastrophe. Zur Dringlichkeit einer solidarisch eingedenkenden Kirche inmitten der Katastrophengeschichte des Götzen Kapitalismus.

Das Buch erscheint im BoD-Verlag und soll ab dem 8. September 2026 über den BoD-Buchshop bestellbar sein.

Zum BoD-Buchshop →
Quelle und redaktioneller Hinweis: Grundlage dieser Zusammenfassung ist eine Mitteilung des Ökumenischen Netzes Rhein-Mosel-Saar vom 31. August 2026. Die darin enthaltenen gesellschaftlichen, theologischen und politischen Bewertungen sind dem Autor beziehungsweise dem Ökumenischen Netz zuzuordnen. Die Veröffentlichung dient der Information und Dokumentation und bedeutet nicht, dass sich die Redaktion sämtliche darin vertretenen Auffassungen zu eigen macht.

Amos

erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

ABO: 20 € jährlich mit 4 Ausgaben Kostenloses Probeexemplar oder Abo bestellen bei KONTAKT.

Im gleichen Sinn haben wir den AMOS-Verein, s. bei KONTAKT.

Übrigens: „Wer sagt: ‚Hier herrscht Freiheit‘, der lügt; denn Freiheit herrscht nicht“. Erich Fried (1921 – 1988)

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