Der Beitrag dokumentiert mehrere Rezensionen und Kommentare zu Friedrich-Martin Balzers Buch über das kirchliche Berufsverbot gegen den Pfarrer Erwin Eckert. Anhand dieses „unerledigten Falls“ wird gezeigt, wie eng kirchliche Disziplinierung, Antikommunismus und die unzureichende Aufarbeitung deutscher Nachkriegsgeschichte miteinander verflochten sind. Die Texte beleuchten Eckerts Rolle als religiöser Sozialist und Antifaschist, die bis heute ausstehende Rehabilitierung sowie die grundsätzliche Frage nach Verantwortung von Kirche, Staat und Gesellschaft gegenüber den Betroffenen von Berufsverboten.
