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Rede von Werner Rügemer zum Antikriegstag

Veröffentlicht am September 30, 2026September 30, 2026 by Daniel Weidlich
Frieden, Soziales & Gewerkschaften

Werner Rügemer zum 1. September: „Friedensaktiv statt kriegstüchtig“

In einer Rede zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs bei ver.di in Hamburg verbindet Werner Rügemer seine Kritik an Aufrüstung und deutscher Friedenspolitik mit sozialen und wirtschaftlichen Fragen. Er vertritt die Auffassung, dass steigende Militärausgaben und der Abbau sozialstaatlicher Leistungen Teil einer Politik seien, von der vor allem große Konzerne und Finanzinvestoren profitierten.

Ausführlich thematisiert Rügemer prekäre Beschäftigung, Renten, steigende Wohnkosten und Privatisierungen. Dabei zeichnet er eine Entwicklung nach, die für ihn mit dem wirtschaftlichen Umbau Ostdeutschlands nach 1990 und den Arbeitsmarktreformen der folgenden Jahrzehnte zusammenhängt. Seine Kritik richtet sich gegen verschiedene frühere und gegenwärtige Bundesregierungen sowie gegen große Finanzakteure wie BlackRock.

Rügemer fordert eine breiter aufgestellte Friedensbewegung, die Friedenspolitik stärker mit sozialen Fragen verbindet. Beschäftigte, Arbeitslose, Rentner, Mieter, Pflegekräfte, Lehrer, Plattformbeschäftigte, Umwelt- und Frauenbewegungen sowie Mittelständler und Kommunen sollten seiner Auffassung nach stärker gemeinsam gegen Aufrüstung und soziale Kürzungen aktiv werden. Als Beispiel für neue Formen des Engagements nennt er unter anderem die Kölner Initiative „Aufruf70plus“, die Jugendliche bei der Wehrdienstverweigerung unterstützt.

Rede beim Gewerkschaftsforum lesen →
Quelle und redaktioneller Hinweis: Werner Rügemer, Rede zum 1. September, veröffentlicht am 7. September 2026 auf Gewerkschaftsforum.de. Die politischen und wirtschaftlichen Bewertungen sowie die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind dem Autor zuzuordnen. Die Zusammenfassung und Verlinkung dient der Information und Dokumentation und bedeutet nicht, dass sich die Redaktion die darin vertretenen Auffassungen oder Tatsachenbehauptungen zu eigen macht.

Amos

erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

ABO: 20 € jährlich mit 4 Ausgaben Kostenloses Probeexemplar oder Abo bestellen bei KONTAKT.

Im gleichen Sinn haben wir den AMOS-Verein, s. bei KONTAKT.

Übrigens: „Wer sagt: ‚Hier herrscht Freiheit‘, der lügt; denn Freiheit herrscht nicht“. Erich Fried (1921 – 1988)

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