
PRO ASYL zeichnet drei internationale Verteidiger von Flüchtlingsrechten aus
Die Stiftung PRO ASYL hat am 12. September 2026 in Frankfurt am Main ihren Menschenrechtspreis an drei Persönlichkeiten aus der Türkei und Griechenland vergeben: die Menschenrechtsaktivistin Pırıl Erçoban, den türkischen Rechtsanwalt Taner Kılıç und den früheren Leiter der UNHCR-Vertretung in Griechenland Giorgos Tsarbopoulos.
Alle drei werden für ihren langjährigen Einsatz für Geflüchtete und Schutzsuchende gewürdigt. Erçoban engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für Flüchtlingsrechte in der Türkei, dokumentiert Rechtsverletzungen und kritisiert die Auslagerung europäischer Flüchtlingspolitik. Tsarbopoulos setzte sich während seiner Zeit beim UNHCR in Griechenland unter anderem gegen menschenunwürdige Haftbedingungen und Pushbacks ein. Kılıç, Mitbegründer der türkischen Sektion von Amnesty International und von Mülteci-Der, wurde wegen seiner Menschenrechtsarbeit selbst verfolgt und inhaftiert; das jahrelange Verfahren gegen ihn endete 2025 mit einem Freispruch.
Bei der Preisverleihung warnten die Geehrten vor einer zunehmenden Schwächung des Flüchtlingsschutzes und der Gewöhnung an Menschenrechtsverletzungen. Sie riefen dazu auf, Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde und die Rechte von Geflüchteten auch unter schwierigen politischen Bedingungen weiter zu verteidigen.
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