pax christi Newsletter vom 23. September 2026
Der aktuelle Newsletter von pax christi informiert über Veranstaltungen und Initiativen zu gewaltfreiem Handeln, Kriegsdienstverweigerung, Menschenrechten, Atomwaffen und Friedenspolitik. Weitere Themen sind die Debatte über Antisemitismusvorwürfe, eine mögliche Rüstungsproduktion im VW-Werk Osnabrück sowie aktuelle Veranstaltungen der Friedensbewegung.
Original-Newsletter bei pax christi ansehen →Studientag: „Gewaltfreies Handeln in einer polarisierten Welt“
Am 24. Oktober 2026 von 11 bis 18 Uhr veranstaltet pax christi in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg in Odenthal einen Studientag zu gewaltfreiem Handeln und Sozialer Verteidigung.
Josef Freise spricht über freiwilligen Friedensdienst, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Soziale Verteidigung, Jochen Neumann über die „5 Hebel der Sozialen Verteidigung“. Am Nachmittag folgen Workshops zur christlichen Gewissensbildung bei Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung, ein Planspiel zur Sozialen Verteidigung am Beispiel einer rechtsextremen Landesregierung sowie eine gesellschaftspolitische Aufstellung zur Sozialen Verteidigung.
Anmeldung: c.dichtl@paxchristi.de | Tagungsbeitrag: 20 Euro
pax christi trauert um Christine Klissenbauer
Christine Klissenbauer aus Düsseldorf ist am 18. September 2026 im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie lebte viele Jahre unter anderem in Bolivien, Kolumbien und Liberia und engagierte sich seit Ende der 1970er-Jahre bei Amnesty International und pax christi.
Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildeten die Menschenrechte in Zentral- und Lateinamerika. Sie arbeitete unter anderem mit FEDEFAM, baute das Menschenrechtsreferat der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn auf und war mehrere Jahre für pax christi und Misereor in Kolumbien tätig. Viele Jahre vertrat sie pax christi zudem in der Deutschen Menschenrechtskoordination Kolumbien.
Ayotzinapa und illegal exportierte G36-Gewehre
Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Mexiko und Deutschland wenden sich in einem offenen Brief an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Sie bitten darum, Mechanismen gesellschaftlicher Wiedergutmachung für Familien und Gemeinden zu prüfen und zu fördern, die von illegalen Exporten von G36-Sturmgewehren nach Mexiko betroffen sind.
Der Brief nimmt Bezug auf das rechtskräftige Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 21. Februar 2019 und fordert, über das baden-württembergische Justizministerium entsprechende Möglichkeiten gegenüber den zuständigen Behörden prüfen zu lassen.
Offenen Brief lesen →„Der Antisemitismusvorwurf: Hintergründe – Funktion – Auseinandersetzung“
Der KoPI-Sprecher:innenkreis hat eine Handreichung zur Auseinandersetzung mit Antisemitismusvorwürfen erstellt. Anlass sei die Unsicherheit vieler Menschen sowie innerhalb der eigenen Mitgliedsgruppen im Umgang mit entsprechenden Debatten.
Die Handreichung behandelt drei verbreitete Antisemitismusdefinitionen – die IHRA-Definition, die Jerusalemer Erklärung und die sogenannte 3-D-Definition. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit dem von KoPI als missbräuchlich beschriebenen Einsatz von Antisemitismusvorwürfen und enthält Vorschläge zum Umgang mit entsprechenden Vorwürfen.
Handreichung ansehen →Protestaktionen gegen „Steadfast Noon“
Die Initiative atomwaffenfrei.jetzt ruft zur weiteren Mobilisierung für Protestaktionen gegen das NATO-Atomwaffenmanöver „Steadfast Noon“ auf. Geplant sind Aktionen unter anderem in Nörvenich und Büchel. Für Nörvenich wird ein Shuttle angeboten, für Büchel wurde eine Mitfahrbörse eingerichtet.
Aktuelle Informationen →Heinz Josef Algermissen feiert 30 Jahre Bischofsweihe
Der emeritierte Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen begeht den 30. Jahrestag seiner Bischofsweihe mit einem Festgottesdienst im Fuldaer Dom. Algermissen wurde am 21. September 1996 im Paderborner Dom zum Bischof geweiht und war zuvor unter anderem Stadtdechant und Regionaldekan in Bielefeld.
Beitrag bei Fulda Info lesen →VW-Werk Osnabrück: Friedensbewegung warnt vor Rüstungsproduktion
Vor dem Hintergrund einer möglichen Neuausrichtung des Volkswagen-Werks in Osnabrück warnt der pax-christi-Regionalvorstand für die Bistümer Osnabrück und Hamburg vor einer Umwandlung des Standorts in einen Rüstungsbetrieb. Dies widerspreche nach Auffassung der Organisation dem Selbstverständnis Osnabrücks als Friedensstadt.
pax christi fordert stattdessen zivile und nachhaltige Zukunftsperspektiven für den Standort und seine Beschäftigten. Zugleich äußert die Organisation Verständnis für die Arbeitsplatzsorgen der Belegschaft und verweist auf mögliche ethische Konflikte bei einem Wechsel von ziviler Automobil- zu Rüstungsproduktion.
Beitrag bei aus.sicht lesen →„In Between: Gaza Before and After“ in Aachen
Die von pax christi Aachen vorgestellte Fotoausstellung zeigt Aufnahmen aus dem Alltag in Gaza vor dem 7. Oktober 2023 und Bilder der Zerstörung danach. Ergänzend wurde im Apollo Kino der Dokumentarfilm „Gaza: Augenzeugen*innen“ gezeigt, verbunden mit einem Gespräch mit Hossam Al-Madhoun vom „Theatre of Everybody“.
Informationen zur Ausstellung →Berlin: „Zwischen Kriegstüchtigkeit und Friedensethik“
Die Katholische Akademie Berlin und der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin veranstalten am 10. Oktober 2026 einen Studientag zu Sicherheit, Verantwortung und gesellschaftlicher Stärke.
Das Programm behandelt unter anderem hybride Angriffe und Falschinformationen, Bundeswehr und Wehrpflicht, demokratische Resilienz, Investitionen in Prävention und Frieden sowie aktuelle friedensethische Botschaften der Kirchen.
Informationen zum Studientag →Magdeburg: „Soziale Verteidigung – wie geht das?“
Der 21. Friedens-Werkstatt-Tag der Versöhnungsbund-Gruppe Magdeburg findet am 10. Oktober 2026 von 9.30 bis 17 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine offene Gesellschaft ohne den Einsatz von Waffen gegen äußere Angriffe und gegen eine schrittweise Aushöhlung demokratischer Institutionen verteidigt werden kann.
Jochen Neumann führt in das Konzept der Sozialen Verteidigung ein. Anschließend sollen die Teilnehmenden in einem Planspiel und anhand konkreter Szenarien Möglichkeiten gewaltfreien Widerstands und gesellschaftlichen Schutzes erproben.
Programm als PDF öffnen →Regensburg: Symposium „Friede statt Krieg“
pax christi Regensburg lädt am 4. November 2026 um 19 Uhr zum Symposium „Friede statt Krieg“ in den Pfarrsaal der Pfarrei St. Anton ein.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung der Veranstalter, dass internationale Beziehungen zunehmend von Konfrontation, Bedrohungswahrnehmungen und militärischer Aufrüstung geprägt seien. Das Symposium will sich mit den Folgen dieser Entwicklung und friedenspolitischen Alternativen beschäftigen.
Informationen zum Symposium →