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Pax Christi am 10.9.26

Veröffentlicht am September 13, 2026September 13, 2026 by Daniel Weidlich

Der Newsletter von pax christi vom 9. September 2026 informiert über aktuelle Initiativen, Stellungnahmen und Veranstaltungen aus der Friedensarbeit. Die folgende Übersicht fasst ausgewählte Beiträge und Termine zusammen. Die Aufnahme eines Beitrags bedeutet nicht, dass sich die Redaktion die darin vertretenen Einschätzungen und Positionen zu eigen macht.

Nachruf

pax christi trauert um Joachim Hoffknecht

pax christi erinnert an Joachim Hoffknecht, der am 2. September 2026 im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Hoffknecht engagierte sich rund drei Jahrzehnte in der Friedensbewegung, unter anderem in Basisgruppen, im Diözesanverband Hildesheim und in der deutschen Sektion von pax christi.

Von 2003 bis 2006 gehörte er dem Präsidium von pax christi an. Die Organisation würdigt insbesondere seine Mitwirkung an den Delegiertenversammlungen sowie seine inhaltliche und strukturelle Arbeit innerhalb der Bewegung.

Nachruf bei pax christi lesen →
Rechtsextremismus

pax christi Worms kritisiert Umgang mit rechtem Aufmarsch

Die pax christi-Gruppe Worms hat sich in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Adolf Kessel und Bürgermeisterin Stephanie Lohr gewandt. Anlass ist eine Demonstration der Gruppierung „Initiative Mord verjährt nicht“, die am 22. August – dem 39. Todestag von Rudolf Heß – in Worms stattfand.

Offiziell sollte mit der Veranstaltung die Einsicht in die sogenannte Heß-Akte gefordert werden. pax christi kritisiert, dass der Demonstrationszug durch die Innenstadt stattfinden konnte, während dort gleichzeitig mehrere größere Kulturveranstaltungen liefen.

Offenen Brief lesen →
Kirche & Militär

„Seelsorge bleibt zivil“: Kritik am „Geistlichen Operationsplan“

pax christi verweist auf die Initiative „Seelsorge bleibt zivil“, die sich gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Einbindung kirchlicher und diakonischer Strukturen in militärische Planungen richtet. Anlass ist unter anderem die Diskussion über einen sogenannten „Geistlichen Operationsplan“.

Der Deutschlandfunk beschäftigte sich am 31. August mit dem Thema. Zu Wort kamen unter anderem Wolfgang Kramer von der pax christi-Kommission Friedenspolitik, Margot Käßmann und Jan Gildemeister von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. Begleitend läuft eine Petition gegen eine Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste.

Beitrag im Deutschlandfunk → Petition aufrufen →
Atomwaffen

Ziviler Widerstand gegen Atomwaffen: Gespräch mit Susan Crane

Am 15. September berichtet die US-amerikanische Friedensaktivistin Susan Crane in einer Online-Veranstaltung über Aktionen des zivilen Widerstands gegen Atomwaffen in Deutschland und den USA. Crane beteiligte sich seit 2017 mehrfach an gewaltfreien „Go-In“-Aktionen am Fliegerhorst Büchel und verbüßte wegen ihres Protests in Deutschland eine Haftstrafe.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen ihre Erfahrungen mit Protestaktionen, Gerichtsverfahren und Gefängnisaufenthalten sowie die Frage, welche Möglichkeiten des zivilen Widerstands gegen atomare Aufrüstung bestehen. Vortrag und Diskussion finden auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.

Termin: 15. September 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr, online.

Ukraine & Friedenspolitik

„Krieg in der Ukraine und kein Ende?“ – Diskussion über mögliche Friedenswege

Die pax christi-Gruppe Saar lädt am 23. September zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Journalisten Andreas Zumach und Oberstleutnant d. R. Karsten Wurzer, Vorsitzender der Reservisten-Landesgruppe Saar, ein.

Thematisiert werden mögliche Wege zur Beendigung des Ukrainekrieges, die westlichen Waffenlieferungen und damit verbundene Eskalationsrisiken sowie die Perspektiven einer künftigen europäischen Friedensordnung. Auch die Bedeutung des Völkerrechts und der Menschenrechte soll diskutiert werden.

Termin: 23. September 2026, 19:00 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus Saarlouis, Kaiser-Friedrichring 33.

Wehrdienst & Kriegsdienstverweigerung

Christliche und muslimische Perspektiven auf Wehrdienst und Verweigerung

Ein Fachtag der Jugendakademie Walberberg beschäftigt sich am 31. Oktober mit der Gewissensentscheidung zwischen Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung. Im Mittelpunkt stehen christliche und muslimische Perspektiven auf Militärdienst, Gewissensbildung und Verweigerung.

Prof. Dr. Milad Karimi von der Universität Münster und Prof. Dr. Josef Freise von der Katholischen Hochschule NRW führen in das Thema ein. Am Nachmittag sollen einzelne Fragestellungen in Workshops vertieft werden.

Informationen zur Veranstaltung →
Quelle und Hinweis: Grundlage dieser Zusammenfassung ist der Newsletter von pax christi – Deutsche Sektion e.V. vom 9. September 2026. Die dargestellten Positionen, Bewertungen und Veranstaltungsbeschreibungen geben die Inhalte des Newsletters beziehungsweise der dort verlinkten Organisationen und Autoren wieder. Die Veröffentlichung und Verlinkung dient der Information und Dokumentation und bedeutet nicht, dass sich die Redaktion sämtliche darin vertretenen Auffassungen zu eigen macht. Für Inhalte externer Internetseiten und deren spätere Änderungen sind die jeweiligen Anbieter verantwortlich.

Vollständigen pax christi-Newsletter lesen →

Amos

erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

ABO: 20 € jährlich mit 4 Ausgaben Kostenloses Probeexemplar oder Abo bestellen bei KONTAKT.

Im gleichen Sinn haben wir den AMOS-Verein, s. bei KONTAKT.

Übrigens: „Wer sagt: ‚Hier herrscht Freiheit‘, der lügt; denn Freiheit herrscht nicht“. Erich Fried (1921 – 1988)

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