„Eine Stimme aus Jerusalem für Gerechtigkeit“ – ökumenischer Aufruf für Gleichheit und gerechten Frieden
Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft dokumentiert in ihrer Ausgabe „Zur Sache 3-2026“ einen Aufruf der ökumenischen Initiative „A Jerusalem Voice for Justice“. Unter dem Titel „Für Gaza, das Westjordanland und die christliche Präsenz in ihrem Land“ wenden sich palästinensische christliche Persönlichkeiten und Kirchenvertreter an Kirchen und Öffentlichkeit.
Der Aufruf beschreibt das anhaltende Leid der Zivilbevölkerung in Gaza und fordert Schutz für Zivilisten, einen gesicherten Zugang zu humanitärer und medizinischer Hilfe sowie ein Ende von Tötung, Zerstörung und Vertreibung. Zugleich richtet er den Blick auf das Westjordanland einschließlich Ostjerusalems. Die Unterzeichnenden beklagen dort unter anderem Siedlungsausbau, Gewalt, Kontrollpunkte und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und deren Folgen für Alltag, Arbeit und medizinische Versorgung.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Zukunft der christlich-palästinensischen Bevölkerung. Die Unterzeichnenden warnen vor zunehmender Auswanderung und betonen, Christen seien ein historisch verwurzelter Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft. Kirchen und christliche Institutionen werden aufgefordert, Bedingungen zu fördern, die Familien und insbesondere jungen Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat ermöglichen.
Als Grundlage für einen dauerhaften Frieden nennt der Aufruf die Gleichheit aller Menschen, Menschenwürde und gegenseitigen Respekt. Christen und Muslime werden zur Zusammenarbeit aufgerufen. Zugleich appellieren die Unterzeichnenden an politische Entscheidungsträger und insbesondere an die Vereinigten Staaten, ihren Einfluss für ein Ende von Gewalt, Vertreibung und Zerstörung einzusetzen.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der emeritierte Lateinische Patriarch von Jerusalem Michel Sabbah, der emeritierte lutherische Bischof des Heiligen Landes Munib Younan und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Attallah Hanna.
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