Philippe Sands: „Albatros des Schweigens“ – Ein Plädoyer für Völkerrecht und Menschlichkeit
Am 11. Oktober 2026 wurde der britisch-französische Jurist und Schriftsteller Philippe Sands in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. In seiner Dankesrede „Albatros des Schweigens“ warnt er eindringlich vor den Gefahren des Schweigens angesichts von Unrecht und Menschenrechtsverletzungen.
Ausgehend von seiner eigenen Familiengeschichte und den Verbrechen des Nationalsozialismus fordert Sands die konsequente Anwendung des Völkerrechts – unabhängig davon, wer die Verantwortlichen sind. Besonders kritisch setzt er sich mit Deutschlands Haltung zum Krieg in Gaza auseinander. Er verurteilt die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober 2023, betont zugleich aber, dass auch Israels Recht auf Selbstverteidigung den Grenzen des Völkerrechts unterliegt.
Seine zentrale Botschaft: Menschenrechte und internationales Recht müssen für alle gleichermaßen gelten. Schweigen über mögliche Kriegsverbrechen, auch wenn sie von Verbündeten begangen werden, darf keine Option sein.
Reden zur Preisverleihung als PDF lesen →Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 11. Oktober 2026, Frankfurt am Main. Die PDF-Datei enthält die Grußworte, die Laudatio von Mirjam Zadoff sowie die Dankesrede von Philippe Sands ab Seite 11.
