Quo vadis, ecclesia? Zur Dringlichkeit einer Ekklesiologie solidarischen Eingedenkens
Das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar stellt eine neue Veröffentlichung seines Referenten Dominic Kloos vor. Ausgangspunkt ist die Frage nach der Rolle der Kirche angesichts gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Krisen. Kloos kritisiert dabei eine kirchliche Selbstbeschäftigung, die sich zwischen liberalen Reformansätzen und konservativen Identitätsdebatten bewege, während sich gesellschaftliche Krisen verschärften.
Im Zentrum des Buches steht das Geschichtsdenken Walter Benjamins, das Kloos mit Impulsen aus der Neuen Politischen Theologie von Johann Baptist Metz und der Befreiungstheologie verbindet. Benjamins Idee des geschichtlichen Eingedenkens wird dabei als Einspruch gegen eine Entwicklung verstanden, die über vergangenes und gegenwärtiges Leid hinweggeht.
Daraus entwickelt Kloos Überlegungen zu einer „solidarisch eingedenkenden Kirche“. Diese soll nach seiner Argumentation ihre Fixierung auf innerkirchliche Fragen überwinden, sich an die Seite der gesellschaftlich Ausgegrenzten und von Krisen besonders Betroffenen stellen und bestehende Herrschafts- und Wirtschaftsverhältnisse kritisch hinterfragen.
Das rund 240 Seiten umfassende Buch basiert auf Kloos‘ Magisterarbeit im Fach Fundamentaltheologie und trägt den Titel „…vom Gestrüpp des Wahns und des Mythos gereinigt werden“ – Walter Benjamins Denken der Geschichte als Denken gegen die Katastrophe. Zur Dringlichkeit einer solidarisch eingedenkenden Kirche inmitten der Katastrophengeschichte des Götzen Kapitalismus.
Das Buch erscheint im BoD-Verlag und soll ab dem 8. September 2026 über den BoD-Buchshop bestellbar sein.
Zum BoD-Buchshop →