Am 10. Mai 2026 hat Deutschland rechnerisch bereits sämtliche natürlichen Ressourcen verbraucht, die für das gesamte Jahr nachhaltig verfügbar wären. Darauf weist der sogenannte Erdüberlastungstag („Overshoot Day“) hin, der jährlich vom Global Footprint Network berechnet wird.
Die Berechnung zeigt: Würden alle Menschen weltweit so viele Rohstoffe verbrauchen und so viel CO₂ ausstoßen wie die Bevölkerung in Deutschland, wären die regenerierbaren Ressourcen der Erde bereits heute erschöpft. Deutschland liegt damit erneut deutlich über einem nachhaltigen Verbrauchsniveau.
Als Hauptursachen gelten weiterhin der hohe Einsatz fossiler Energieträger, energieintensive Industrien, der Straßenverkehr, der Gebäudesektor sowie die industrielle Tierhaltung. Umweltverbände wie der BUND sehen darin ein deutliches Zeichen dafür, dass der aktuelle Lebens- und Wirtschaftsstandard langfristig nicht tragfähig ist.
Besonders auffällig ist der internationale Vergleich: Länder wie Katar oder Luxemburg erreichen ihren nationalen Erdüberlastungstag bereits sehr früh im Jahr, während einige ärmere Staaten wie Nepal oder Nigeria innerhalb der ökologischen Grenzen bleiben.
Der Erdüberlastungstag soll verdeutlichen, wie stark der weltweite Ressourcenverbrauch inzwischen die natürliche Regenerationsfähigkeit des Planeten überschreitet. Die Folgen zeigen sich laut Experten bereits heute in Form von Dürren, Extremwetter, Hitzewellen und steigender Umweltbelastung.
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Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 bereits heute verbraucht
