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Prof. Jeffrey Sachs (USA) rechnet mit Trump-Netanyahu ab

Veröffentlicht am März 12, 2026März 12, 2026 by Daniel Weidlich

Analyse & Einordnung

Jeffrey Sachs über Kriegspolitik und globale Folgen

Eine kritische Stimme zur aktuellen Weltlage und eine deutliche Warnung vor geopolitischer Eskalation, wirtschaftlichen Verwerfungen und den Folgen militärischer Machtpolitik.

Der US-Ökonom Jeffrey Sachs, Professor an der Columbia University und langjähriger Berater internationaler Organisationen, gehört zu den bekanntesten Kritikern der aktuellen geopolitischen Entwicklung. In einem viel beachteten Interview analysiert er die Folgen jüngster militärischer Eskalationen und warnt vor massiven politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier:
Zum Originalbeitrag bei UncutNews

Kritik an der Kriegspolitik

In seiner Analyse zeichnet Sachs ein äußerst düsteres Bild der internationalen Lage. Er kritisiert vor allem die Rolle der US-Regierung und bezeichnet den Konflikt mit dem Iran als einen „Krieg der Wahl“ – also als einen bewusst begonnenen Konflikt, der aus seiner Sicht nicht unvermeidbar gewesen wäre.

Seine zentrale Warnung: Solche Entscheidungen können eine globale Kettenreaktion auslösen. Was zunächst als regionaler Konflikt erscheint, kann sich schnell zu einer weitreichenden geopolitischen Krise entwickeln.

Wirtschaftliche Folgen: Energiekrise und Rezessionsgefahr

Ein Schwerpunkt seiner Kritik liegt auf den wirtschaftlichen Auswirkungen. Nach Sachs könnte der Krieg die globale Energieversorgung erheblich destabilisieren. Angriffe auf Infrastruktur im Nahen Osten würden nicht nur die Region treffen, sondern die gesamte Weltwirtschaft belasten.

Mögliche Folgen laut Sachs:

  • steigende Öl- und Energiepreise
  • Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen
  • wachsende Unsicherheit an den Märkten
  • Gefahr einer weltweiten Rezession

Besonders betroffen wären importabhängige Staaten sowie Industrieländer mit hohem Energiebedarf. Damit wäre der Konflikt nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich ein globales Risiko.

Geopolitische Eskalation statt regionaler Krise

Sachs betrachtet den Konflikt nicht als isoliertes Ereignis. Vielmehr sieht er die Gefahr, dass sich mehrere Spannungsfelder gegenseitig verstärken und so eine deutlich größere Eskalation entsteht.

Im Fokus seiner Warnung stehen unter anderem:

  • Konflikte im Nahen Osten
  • zunehmende Spannungen in Süd- und Zentralasien
  • eine härtere Konfrontation zwischen militärischen Großmächten

Seine Einschätzung ist klar: Lokale Kriege bleiben heute selten lokal. Sie greifen auf Handelswege, Energieversorgung, Sicherheitsstrukturen und Bündnissysteme über – und betreffen am Ende weit mehr Staaten als nur die direkt Beteiligten.

Kritik an politischer Führung und fehlender Diplomatie

Besonders deutlich wird Sachs bei seiner Kritik an den politischen Entscheidungsstrukturen in den USA. Er beschreibt ein System, das aus seiner Sicht zunehmend von militärischer Logik bestimmt wird und diplomatische Lösungen zu oft in den Hintergrund drängt.

Langfristige militärische Interventionen führen nach seiner Auffassung dazu, dass enorme Ressourcen in Kriege fließen, während Infrastruktur, soziale Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung vernachlässigt werden. Genau darin sieht er einen der grundlegenden Fehler der westlichen Außenpolitik der vergangenen Jahre.

Fazit

Jeffrey Sachs formuliert eine deutliche Warnung: Militärische Eskalation, wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Machtpolitik können sich gegenseitig verstärken und eine Krise auslösen, die weit über einzelne Regionen hinausreicht.

Seine zentrale Botschaft lautet, dass die Stabilität der Weltwirtschaft und der internationalen Ordnung nicht durch weitere Konfrontation gesichert werden kann, sondern nur durch politische Deeskalation, Diplomatie und strategische Vernunft.

Originalbeitrag lesen

Prof. Jeffrey Sachs: Was hat Trump angerichtet? – Eine vernichtende Abrechnung mit dem US-Krieg

Amos

erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

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