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Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative

Veröffentlicht am März 5, 2026März 5, 2026 by Daniel Weidlich

Bomben bringen keine Freiheit:

vom 2. März 2026

Netzwerk Friedenskooperative verurteilt Angriff auf Iran und fordert Rückkehr zur Diplomatie

Bonn, 02.03.2026.
Das Netzwerk Friedenskooperative verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriff der USA und Israels auf den Iran aufs Schärfste.

Dieser eklatante Bruch des Völkerrechts, der auf einen Regimewechsel abzielt, birgt unabsehbare Konsequenzen und eine massive Eskalationsgefahr für die Menschen im Iran, die gesamte Region und die Welt. Eine militärische Eskalation kann niemals die Lösung für dauerhaften Frieden sein, sondern dreht die Spirale der Gewalt nur weiter nach oben.

Als vorgeschobener Grund für die Militärschläge wird die angebliche Unterstützung der Zivilbevölkerung im Iran angeführt. Dabei kamen neben der iranischen Staatsriege bereits mehrere hundert Menschen ums Leben.

Freiheit und Gerechtigkeit, wofür die mutigen Menschen im Iran trotz massiver Repression durch das Regime immer wieder auf die Straßen gehen, lassen sich nicht herbei bomben. Es ist zu befürchten, dass das iranische Regime nun noch härter gegen die eigene Bevölkerung vorgehen wird.

Die internationale Gemeinschaft muss alle ihr zur Verfügung stehenden gewaltfreien Mittel nutzen, um die mutigen Protestierenden zu schützen, sie zu unterstützen und der Gewalt des iranischen Regimes ein Ende zu setzen.

Auch die Begründung für den Angriff, dass Iran am Bau einer Atombombe arbeite, ist nicht belegt. Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und selbst laut US-Geheimdiensten verfügt der Iran aktuell über kein aktives Atomprogramm.

Im Gegenteil gab es laufende Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Es braucht dringend eine Wiederaufnahme eben dieser Verhandlungen.


Klare Worte von Bundeskanzler Merz gefordert

Besonders alarmierend ist die Verharmlosung seitens der deutschen Politik. Mit Blick auf den jüngsten Washington-Besuch von Bundeskanzler Merz fordert das Netzwerk Friedenskooperative nachdrücklich: Die Bundesregierung muss klare Worte finden und diesen völkerrechtswidrigen Angriff unmissverständlich verurteilen.

Wer militärische Aggressionen aus politischer Rücksichtnahme unkommentiert lässt, kann auf internationaler Ebene nicht glaubhaft für Frieden und Diplomatie eintreten, wie zum Beispiel im Falle des völkerrechtswidrigen russischen Angriffs auf die Ukraine.

„Das Völkerrecht ist kein Wunschkonzert, nach dem man sich nur richtet, wenn es politisch passt. Die USA setzen sich erneut über geltendes Recht hinweg. Das Recht des Stärkeren darf nicht gewinnen, sondern wir müssen internationale Standards hochhalten.“
— Philipp Ingenleuf, Netzwerk Friedenskooperative

„Wird der Völkerrechtsbruch nicht benannt und verurteilt, erlauben wir die weitere Normalisierung der weltweiten Völkerrechtsbrüche. Dies führt zu einer weiteren Aushöhlung internationalen Rechts und bringt uns auf einen gefährlichen Weg, bei dem jeder Staat jederzeit andere Staaten angreifen kann – ohne Konsequenzen. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen.“
— Philipp Ingenleuf


Gefahr einer regionalen Eskalation

Auf den Angriff auf Iran folgten mehrere Gegenangriffe auf arabische Länder mit US-Militärbasen wie etwa:

  • Kuwait
  • Jordanien
  • Vereinigte Arabische Emirate

sowie auf Israel.

Auch Israel und der Libanon griffen sich gegenseitig an. Weiter gab es einen iranischen Angriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern.

Eine Ausweitung des Krieges ist zu befürchten, die eine bereits instabile Region in großes Chaos stürzen würde. Umso dringender ist es, dass sich für einen Waffenstillstand und Deeskalation eingesetzt wird.


Forderungen des Netzwerk Friedenskooperative

Das Netzwerk Friedenskooperative fordert von der Bundesregierung:

  • Klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Iran
  • Sofortige diplomatische Initiativen für eine friedliche Lösung des Konflikts
  • Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Beendigung des militärischen iranischen Atomprogramms
  • Stopp jeglicher militärischen und logistischen Unterstützung der Kriegsparteien
  • Förderung ziviler Konfliktlösungen und Solidarität mit den Menschen im Iran und allen betroffenen Gebieten
  • Sofortigen Stopp der Abschiebungen in den Iran

Aufruf zu Friedensaktionen

Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich an Aktionen gegen den Krieg und dessen Ausweitung zu beteiligen und an den bevorstehenden Ostermärschen teilzunehmen.

In diesen Zeiten ist es wichtig, lautstark für Diplomatie, Abrüstung und die Einhaltung des Völkerrechts auf die Straße zu gehen.


Pressekontakt

Kristian Golla
Netzwerk Friedenskooperative

Tel.: 0228 / 692904
E-Mail: info@friedenskooperative.de
Website: www.friedenskooperative.de


Netzwerk Friedenskooperative
Mackestr. 30
53119 Bonn

Tel.: 0228-692904
Fax: 0228-692906

E-Mail: info@friedenskooperative.de
Web: www.friedenskooperative.de

Amos

erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

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