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Alle in diesem Pressespiegel enthaltenen Inhalte (Texte, Zitate, Überschriften, Auszüge, Links) unterliegen dem jeweiligen Urheberrecht der Autor:innen bzw. Rechteinhaber:innen. Für die Inhalte der verlinkten bzw. zitierten Quellen sind ausschließlich die jeweiligen Anbieter verantwortlich. Wir machen uns fremde Inhalte nicht zu eigen und übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.
Pressespiegel
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1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
Nach oben04.02.2026
Ukraine-Krieg im Liveticker
(…)
16:57 Berichte: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi für heute beendet
Unterhändler Russlands und der Ukraine haben ukrainischen Berichten zufolge ihre Verhandlungen
unter US-Vermittlung in Abu Dhabi beendet.
Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, melden mehrere Medien unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine.
Inhaltliches ist bisher nicht bekannt gegeben worden. Der ukrainische Verhandlungschef Rustem Umjerow hatte zuvor von einem möglichen Gefangenenaustausch gesprochen.
(…)
12:33 Kreml-Sprecher: Russlands Verhandlungs-Position unverändert
Die Regierung in Moskau hält zu Beginn einer neuen Runde von Friedensgesprächen in Abu Dhabi an ihren Forderungen fest. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Die russische Position sei unverändert. Die Ukraine lehnt die russische Forderung ab, auf die gesamte östliche Region Donezk zu verzichten. Dort hat die Ukraine eine ihrer stärksten Verteidigungslinien aufgebaut.
11:57 Trilaterale Gespräche in Abu Dhabi starten
Die Verhandlungen zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten von Amerika und Russland über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen. Das teilt Rustem Umerow, der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet, auf den sozialen Medien mit.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr sprechen Vertreter der Staaten in Abu Dhabi miteinander. Nach Dreiergesprächen treten getrennte Gruppen zusammen, um sich abzustimmen, wie Umerow schreibt. Dem ukrainischen Unterhändler zufolge soll es daraufhin noch einmal eine „Synchronisation“ der Verhandlungspartner der drei Staaten geben.
„Wir arbeiten im Rahmen der klaren Richtlinien von Präsident Wolodymyr Selenskyj, um einen würdevollen und dauerhaften Frieden zu erreichen.“
Siehe auch (Reuters)
Reuters-Link öffnen
Putin-Gesandter Dmitriev reist nach Miami, trifft Mitglieder der Trump-Regierung, sagen Quellen
Von Reuters
Januar 30, 2026 19:07 GMT+1
MOSKAU, 30. Januar (Reuters)
Der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin,
Kirill Dmitriev, wird am Samstag zu Treffen mit Mitgliedern der
USA (Anm. von R. Ronnefeldt: gemeint ist die US-Regierung)
nach Miami reisen. (…)
2. Eurotopics: Ukraine: Angriffe auf den Energiesektor ausgesetzt?
Nach oben30. Januar 2026
Ukraine: Angriffe auf den Energiesektor ausgesetzt?
Russland hat laut Donald Trump zugestimmt, für eine Woche keine ukrainischen Städte mehr anzugreifen. Er habe Wladimir Putin darum wegen der extremen Kälte in der Ukraine gebeten, so Trump.
Der Kreml kommentierte dies nicht. Eine schon länger diskutierte „energetische Feuerpause“ könnte allerdings bereits in Kraft sein, da beide Kriegsparteienseit Donnerstag kaum noch Luftangriffe auf ihre Energie-Infrastruktur vermelden. Die Medien beleuchten Hintergründe.
(…)
3. Länder-Analysen: Russland–Analysen – Kriegsverlauf und Folgen – Eliten
Nach oben30.01.2026
Russland–Analysen
- Kriegsverlauf und Folgen
- Eliten
Inhalt anzeigen
■ ANALYSE
Donbas im Fokus, Saporischschja im Blick: Die militärische Entwicklung des
russisch-ukrainischen Krieges in 2025 und ein Ausblick auf 2026 2
Clement Molin (Katholische Universität Lille)
■ STATISTIK
Besetztes Staatsgebiet der Ukraine (24.02.2022 – 29.01.2026) 6
■ KOMMENTAR
Korruption und Elitennetzwerke in Russlands Grenzregionen während des Krieges 7
Ekaterina Paustyan (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Regensburg)
■ KOMMENTAR
Nach Putin 8
Jens Siegert
■ DEKODER
Von der Hoffnung auf Frieden hin zu einem schwarzen Abgrund 10
Alexander Baunow
■ RANKING
Die politische Elite im Jahr 2025 14
■ CHRONIK
Hinweis auf die Online-Chronik 19
4. IPG: Neujustierung der Macht
Nach obenEuropa 06.01.2026
Balázs Jarábik
Neujustierung der Macht
In der Endphase des Kriegs stärkt Präsident Selenskyj die Sicherheitsarchitektur –
und bereitet die Ukraine auf eine heikle Übergangsphase vor.
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Balázs Jarábik ist Politikwissenschaftler und Politikanalyst. Zuvor war er unter anderem Leiter der Abteilung für Politik, Analyse und Koordination bei der Beratungsmission der Europäischen Union in der Ukraine sowie Gastwissenschaftler amCarnegie Endowment for International Peace.
Die Ukraine ist mit einem scharfen institutionellen Neustart an der Spitze der Macht ins neue Jahr gestartet. Am 2. Januar ernannte Präsident Wolodymyr Selenskyj Kyrylo Budanow zum Leiter des Präsidialamtes; der Kampfeinheitskommandeur Pawlo Palisa wurde sein Stellvertreter.
Zugleich wurde Oleh Iwaschtschenko zum Chef des Militärgeheimdienstes ernannt, während Mychajlo Fedorow das Amt des Verteidigungsministers übernahm. Er folgt auf Denys Schmyhal, der als Vizepremier in das Energieministerium wechselte.
Diese Entscheidungen stellen die weitreichendste Neuordnung der ukrainischen Sicherheits- und Machtarchitektur seit Beginn der russischen Vollinvasion dar. Ob sie eine weitere Versicherheitlichung des Staates oder die Vorbereitung auf einen politischen Übergang markieren, ist derzeit die zentrale Frage in Kiew.
Den Veränderungen war Ende November der Rücktritt von Andrij Jermak als Leiter des Präsidialamtes vorausgegangen. Selenskyj drängte nicht auf eine sofortige Nachfolge. Das hing zum Teil mit der Intensität der damaligen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zusammen, deutet aber auch darauf hin, dass der Präsident nach dem Weggang seines engsten und vertrauenswürdigsten Mitarbeiters Zeit brauchte, um seinen inneren Machtkreis neu auszutarieren.
Bereits wenige Wochen später war Jermak Berichten zufolge wieder eingebunden – informiert und konsultiert, jedoch ohne operative Verantwortung im Tagesgeschäft.
Budanow galt schon vor Jermaks Abgang weithin als Favorit für das Amt. Mehreren Darstellungen zufolge lehnte er das Angebot des Präsidenten jedoch zunächst ab. In den Wochen vor der Umbildung gehörte Budanow zu den wenigen Funktionsträgern, die Selenskyj ohne den Leiter des Präsidialamtes trafen – ein ungewöhnliches Signal im eng kontrollierten Machtgefüge Kiews.
Noch halten sich die Zustimmungswerte des Präsidenten – auch dank seines Beharrens auf einem möglichst günstigen Abkommen mit den USA einschließlich Sicherheitsgarantien.
Die letztliche Ernennung ist ebenso sehr politischer Notwendigkeit wie persönlicher Entscheidung geschuldet. Da Selenskyjs Wahlpotenzial allmählich schwindet, stellt Budanow etwas dar, das der Präsident zunehmend benötigt: eine Figur, die zur Stabilisierung der innenpolitischen Lage beitragen und zugleich Kiews Stellung gegenüber Washington stärken kann.
Umfragen zufolge würden sowohl Budanow als auch der frühere Oberbefehlshaber der Armee, Walerij Saluschnyj, Selenskyj in einer Stichwahl schlagen. Noch halten sich die Zustimmungswerte des Präsidenten – auch dank seines Beharrens auf einem möglichst günstigen Abkommen mit den USA einschließlich Sicherheitsgarantien. Doch die Ukraine verliert den Abnutzungskrieg langsam, und diese Realität verändert die innenpolitische Dynamik.
In diesem Kontext erfüllt Budanow mehrere Funktionen zugleich. Er bietet innenpolitische Rückendeckung – allerdings um den Preis eines latenten Dualismus mit Selenskyj, der Budanows eigene politische Position langfristig erschweren könnte – und wirkt zugleich als Schutzschild gegen innenpolitische Herausforderer, einschließlich einiger Figuren aus der Anti-Korruptionsszene.
Gleichzeitig stellt er einen verlässlichen Kanal nach Washington dar. Seit 2016 wurde er im Rahmen eines elitären ukrainischen Spezialkräfteprogramms gemeinsam mit dem US-Geheimdienst ausgebildet; seit Langem fungiert Budanow als diskreter Vermittler – nicht nur gegenüber den USA, sondern während des Kriegs auch gegenüber Russland und Belarus.
Zudem äußerte er sich ungewöhnlich offen: Bereits Anfang 2025 warnte er, ohne ernsthafte Verhandlungen bis zum Sommer könnten „sehr gefährliche Prozesse beginnen, die die Existenz der Ukraine selbst bedrohen“.
Der institutionelle Neustart beschränkt sich nicht auf das Präsidialamt. Nachdem Medien über eine mögliche Absetzungdes Chefs des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) berichtet hatten, trat Wassyl Maljuk zurück. Bemerkenswert ist, dass prominente Militärblogger und sogar Frontkommandeure öffentlich intervenierten, um Maljuks Absetzung zu verhindern.
Ein solcher öffentlicher Druck aus dem Sicherheitsapparat auf den Präsidenten ist im Krieg ohne Präzedenzfall. Maljuks mutmaßliches Vergehen bestand darin, sich Berichten zufolge geweigert zu haben, gegen die Führung der Anti-Korruptionsbehörden vorzugehen.
Während Abgeordnete öffentlich den Namen Oleksandr Poklad ins Spiel brachten – stellvertretender SBU-Chef, der als Jermak-nah und Gegner Budanows gilt –, ernannte der Präsident stattdessen einen anderen Stellvertreter, Jewhen Chmara.
Der Hintergrund von Jermaks Rücktritt erklärt die Intensität der aktuellen Auseinandersetzungen. Sein Abgang folgte auf einen großen Korruptionsskandal, bekannt als Minditsch Gate, der bislang keineswegs vollständig aufgeklärt ist.
Zunächst glaubten viele, die Affäre sei von den USA begünstigt worden, um Kiews Verhandlungsposition zu schwächen. Insider beschreiben jedoch einen tiefergehenden institutionellen Konflikt – einen eskalierenden Machtkampf zwischen den spezialisierten Anti-Korruptionsbehörden und den traditionellen Sicherheitsdiensten.
Im Zentrum des Skandals stand die Abhöraktion in der Wohnung eines Geschäftsmannes, der sowohl Igor Kolomojskyj als auch Selenskyjs Produktionsfirma Kvartal 95 nahestehen soll. Die Wohnung diente Berichten zufolge als Ort privater Treffen des Präsidenten mit seinen engsten Vertrauten.
Die erste Reaktion bestand in dem Versuch, die Anti-Korruptionsbehörden gesetzlich unter Kontrolle zu bringen. Dieses Vorhaben scheiterte an – während des Kriegs seltenen – Straßenprotesten und schnellem europäischem Druck, der Selenskyj zu einem öffentlichen Rückzieher zwang. Stattdessen folgte Druck auf Anti-Korruptionsermittler durch den SBU.
Diese Episode verdeutlicht, wie stark die Regierungsführung in der Ukraine inzwischen von Sicherheitsinstitutionen abhängt. Auch das Verteidigungsministerium steht exemplarisch für diese Instabilität. Seit Selenskyjs Amtsantritt 2019 hatte die Ukraine nicht weniger als sechs Verteidigungsminister.
Fedorow ist der dritte innerhalb von nur sechs Monaten. Ein solcher Personalwechsel ist für ein Land im Krieg außergewöhnlich und spiegelt die Schwierigkeiten des Präsidenten wider, militärische Effektivität, westliches Vertrauen und innenpolitische Kontrolle miteinander in Einklang zu bringen.
Fedorows Ernennung ist zudem politisch austariert. Er unterhält tragfähige Arbeitsbeziehungen zur Anti-Korruptionsszene und genießt Glaubwürdigkeit bei westlichen Partnern. Zugleich qualifiziert ihn sein Hintergrund in der digitalen Transformation dafür, mehr Kontrolle in ein notorisch chaotisches und korruptionsanfälliges Ministerium zu bringen. Gleichzeitig gilt er als politischer Verbündeter Selenskyjs und als möglicher künftiger Parteivorsitzender im Vorfeld von Parlamentswahlen.
Trotz aller Turbulenzen bleiben ausgleichende Faktoren bestehen. Zum einen ist da der fortdauernde Schatteneinfluss Andrij Jermaks. Iwaschtschenko und Palisa gelten beide als Jermak-nah, während Budanow seit Langem zu dessen institutionellen Gegenspielern zählt.
Berichten zufolge war wiederholtes Eingreifen der USA erforderlich, um Budanows Absetzung zu verhindern. Zum anderen hat sich der Oberbefehlshaber der Armee, Oleksandr Syrskyj, im Amt gehalten – eine der umstrittensten Figuren der militärischen Führung, aber Selenskyj loyal.
Selenskyjs Logik erscheint bewusst ambivalent. Er möchte, dass Jermaks Einfluss in irgendeiner Form fortbesteht, da er ihm vertraut und beide eng verbunden sind. Zugleich benötigt er Budanow, dessen Ambitionen offenkundig sind, dessen Autorität jedoch unverzichtbar geworden ist. Das Ergebnis ist kein klarer Bruch, sondern ein sorgfältig gesteuertes Nebeneinander konkurrierender Machtzentren.
Die Stärkung von Führung, Disziplin und institutioneller Kohärenz ist notwendig, um die Verteidigungsanstrengungen aufrechtzuerhalten.
Diese Schritte deuten auf eine weitere Versicherheitlichung des ukrainischen Staates hin – jedoch nicht in einem rein defensiven Sinne. Angesichts der aktuellen Entwicklungen an der Front ist Russland in der Lage, vor einer Einigung weiteres Terrain zu gewinnen, ohne dass ein strategischer Zusammenbruch zu erwarten wäre.
Die Stärkung von Führung, Disziplin und institutioneller Kohärenz ist notwendig, um die Verteidigungsanstrengungen aufrechtzuerhalten und zugleich eine volatile Übergangsphase vorzubereiten, in der Rechtsstaatlichkeit, der Zusammenhalt der Armee und fortgesetzte europäische Unterstützung entscheidend sein werden.
Vor diesem Hintergrund ist Budanows Übernahme des Amtes nicht als Falle zu verstehen, die darauf abzielt, einen Rivalen zu neutralisieren, wie manche behaupten. Vielmehr hat Selenskyj sich entschieden, einen potenziellen Herausforderer in das System einzubinden, um die präsidiale Legitimität in der Endphase des Kriegs zu stärken.
Gleichzeitig wurde er gezwungen, Macht mit einem möglichen Rivalen zu teilen und diesen zu einem formellen Mitakteur zu machen. Wird dies sorgfältig gehandhabt, kann es mehrere Zwecke zugleich erfüllen: die Wiederherstellung der Gesamtkontrolle, während sich die Kriegsinnenpolitik zu lösen beginnt; Selenskyj Schutz und politisches Kapital in einer unsicheren Übergangsphase zu verschaffen; Budanow die wichtigste administrative Position im Staat zu übertragen; und zugleich einen gewissen Einfluss Jermaks zu bewahren.
Selenskyjs Team versucht damit, die Endphase des Kriegs gleichzeitig an drei Fronten zu steuern – militärisch, auf der Verhandlungsebene und hinsichtlich der innenpolitischen Stabilität. Die daraus entstandene Konfiguration ist eine Absicherungsstrategie unter extremen Zwängen, die darauf abzielt, das System zusammenzuhalten, während die Ukraine in die schwierigste Phase des Kriegs eintritt.
Ob dies letztlich zur Stabilisierung des Landes beiträgt oder die Fragmentierung der Eliten vertieft, wird vom Timing abhängen: vom Tempo der militärischen Erschöpfung, von der Glaubwürdigkeit westlicher Garantien und von Europas Fähigkeit, dauerhaft politische und finanzielle Unterstützung zu leisten.
5. n tv: Zeltstädte für Palästinenser – Israel errichtet bewachte Lager im Gazastreifen
Nach obenZeltstädte für Palästinenser
Israel errichtet bewachte Lager im Gazastreifen
28.01.2026, 16:34 Uhr
Israels Verteidigungsminister Katz sprach bereits im Sommer von der Errichtung eines Lagers für die Menschen in Gaza. Nun bestätigt ein hochrangiger Ex-General, dass eine Fläche in Rafah dafür vorbereitet werden soll. Satellitenfotos belegen umfangreiche Bauarbeiten.
Israel hat nach Angaben eines Militärberaters im Süden des Gazastreifens ein Gelände für den Bau eines Lagers zur Aufnahme von Palästinensern vorbereitet.
Das Areal bei Rafah könnte an dem Zugang mit Überwachungstechnik und Gesichtserkennungssoftware ausgestattet werden, sagte der ehemalige Brigadegeneral Amir Avivi der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Anlage dürfte für die Versorgung Hunderttausender Menschen ausgelegt sein. Avivi ist Gründer des einflussreichen Israel Defense and Security Forum und berät die Armee, spricht aber nach eigenen Angaben nicht offiziell im Namen der Streitkräfte.
Das Lager soll laut Avivi in einem Gebiet entstehen, in dem die Armee zuvor Tunnel der radikal-islamischen Hamas zerstört habe. Ein- und Ausgänge werden demnach von israelischem Personal kontrolliert.
„Man muss in Rafah eine Infrastruktur aufbauen, die sie versorgen kann. Dann können sie entscheiden, ob sie gehen wollen oder nicht“, sagte Avivi mit Blick auf Palästinenser, die entweder im Gazastreifen bleiben oder nach Ägypten ausreisen wollten. Es werde sich voraussichtlich um ein großes, geordnetes Lager handeln.
(…)
Netanjahu betonte, dass seine Regierung die Schaffung eines palästinensischen Staats im Gazastreifen nicht zulassen werde. Israel werde weiterhin die „Sicherheitskontrolle“ über das gesamte Gebiet vom „vom Jordan bis zum (Mittel-)Meer ausüben, und das gilt auch für den Gazastreifen“.
(…)
Flächendeckende Verwüstungen
Unter der seit Oktober geltenden Waffenruhe hat sich Israel aus fast der Hälfte des Gazastreifens zurückgezogen. Israelische Truppen kontrollieren jedoch die andere Hälfte, größtenteils ein Ödland, in dem praktisch alle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden.
Fast alle der zwei Millionen Einwohner leben nun in von der Hamas kontrollierten Gebieten, meist in provisorischen Zelten oder beschädigten Gebäuden.
Seit der Waffenruhe sind bei israelischen Angriffen mehr als 480 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden, wie die dortigen Gesundheitsbehörden mitteilten. Das israelische Militär gab an, dass vier Soldaten bei Angriffen militanter Gruppen getötet wurden.
6. Deutsche-Juristinnen: Resolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
Nach obenResolution des Gaza Tribunals Berlin 2025
Beschlossen am 14. November 2025 in Berlin
Veröffentlicht am 20.11.2025
Zivilgesellschaftliche Konferenz zur deutschen Verantwortung im Lichte des Völkerrechts
beschlossen am 14. November 2025 in Berlin
Initiatoren: Deutsche JuristInnen für das Völkerrecht (DJfdV)
Präambel
In Anerkennung der universellen Geltung der Menschenrechte, der Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Verpflichtung Deutschlands, Völkerrechtsverbrechen zu verhindern, zu ahnden und internationale Gerichte zu unterstützen,
in Anlehnung an die Tradition zivilgesellschaftlicher Tribunale als öffentliche Anhörungen mit Prüf-, Dokumentations- und Aufklärungsfunktion,
unter Bezugnahme auf den am 14.07.2025 veröffentlichten Offenen Brief von über 125 deutschen Jurist:innen als Unterzeichner:innen, und im Lichte des 80-jährigen Jubiläums der UN-Charta (24.10.2025),
erlässt das Gaza Tribunal Berlin 2025 folgende
Resolution:
Auf Grundlage der Anhörungen der interdisziplinären Expert:innen wurden folgende Feststellungen getroffen[1]:
(…)
Wir fordern die Politik auf, sich an das Grundgesetz zu halten, ihrer Pflicht zur Verhütung und Bestrafung von Völkermord nachzukommen, den Antisemitismusbegriff nicht länger politisch zu instrumentalisieren, um Stimmen gegen den Völkermord und Kritik an der Bundesregierung zu delegitimieren und zu unterdrücken.
Die Politik muss Räume für einen offenen Diskurs schaffen und die Wissenschafts- und Meinungsfreiheit stärken, anstatt sie einzuschränken.
Universitäten müssen wieder zu Orten des kritischen Diskurses werden und ihre Unabhängigkeit von der Politik zurückerlangen.
7. IPG: Kein bisschen Frieden
Nach oben
Trumps Gaza-Plan ist politisches Schauspiel.
Europa muss stattdessen auf die Vereinten Nationen und palästinensische Selbstbestimmung setzen.
Naher Osten/Nordafrika
29.01.2026
René Wildangel
Kein bisschen Frieden
Trumps Gaza-Plan ist politisches Schauspiel.
Europa muss stattdessen auf die Vereinten Nationen und palästinensische Selbstbestimmung setzen.
Text anzeigen/ausblenden (lang)
Dr. René Wildangel ist Historiker und Autor mit Schwerpunkt Naher Osten und östliches Mittelmeer. Er arbeitete unter anderem als Referent im Auswärtigen Amt sowie im Bundestag. Von 2012 bis 2015 leitete er das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. 2022 gab er mit Jan Busse das Buch Das Rebellische Spiel zur WM in Katar und zum Fußball in der arabischen Welt heraus.
Der unlängst in Davos offiziell von Donald Trump gegründete „Friedensrat“ tauchte erstmals im „20-Punkte-Plan“ für Gaza auf. Der hatte in erster Linie das Ziel, den israelischen Militäreinsatz mit seinen desaströsen Folgen für die Zivilbevölkerung in Gaza nach zwei Jahren zu beenden. Welche Rolle der Friedensrat spielen könnte, blieb allerdings ebenso vage wie viele weitere Details.
Diese Unschärfe schlug sich auch in der UN-Resolution nieder: Resolution 2803 ist handwerklich wohl die schlechteste, die der Sicherheitsrat je beschlossen hat, und entfernt sich in weiten Teilen von völkerrechtlichen Grundlagen und diplomatischen Sprachregelungen.
Nach einem bemerkenswerten Erfolg – der Freilassung aller israelischen Geiseln – zeigten sich in Gaza schon bald die Schwachstellen des Plans. An der Lebensrealität der Menschen dort änderte sich wenig: kein Wiederaufbau, kaum humanitäre Versorgung und weiterhin faktisch geschlossene Grenzen. Und vor allem kein Ende des Krieges: Seit Beginn des „Waffenstillstandes“ wurden fast 500 Palästinenser getötet, davon über 100 Kinder.
Der Gazastreifen ist entlang einer von der israelischen Armee definierten gelben Linie effektiv geteilt, an der immer wieder tödliche Schüsse auf palästinensische Zivilisten abgefeuert werden. Im israelisch besetzten östlichen Teil, der nach Schätzungen bis zu 55 Prozent des Gebiets umfasst, zerstört die Armee systematisch die wenigen noch existierenden Strukturen.
(…)
Die Vereinten Nationen sind sicher nicht perfekt – doch mit ihrer Charta, ihrer universellen Mitgliedschaft und dem Internationalen Gerichtshof übernehmen sie fundamentale Funktionen in der Weltgemeinschaft.
Dieses Diktum ist von zentraler Bedeutung, und Europa und Deutschland sollten nun entsprechend handeln, die Vereinten Nationen tatkräftig unterstützen und ihre eigene Rolle in der Weltorganisation ausbauen. Insbesondere für Deutschland liegen darin auch Chancen.
(…)
8. Eurotopics: Steht eine US-Attacke auf den Iran bevor?
Nach oben30. Januar 2026
Steht eine US-Attacke auf den Iran bevor?
Nach der blutigen Niederschlagung der Massenproteste im Iran mehren sich die Anzeichen, dass in Kürze eine militärische Reaktion der USA erfolgen könnte. US-Präsident Donald Trump ließ den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und begleitende Kriegsschiffe in die Region verlegen. Teheran drohte für den Falle eines Angriffs mit einem „Krieg mit allen Mitteln“. Kommentatoren fragen nach den Motiven für einen Militärschlag.
(…)
Kommentarauszüge anzeigen
L’Obs (Frankreich) 27. Januar 2026
Kein Spielraum für einen Deal
Der US-Präsident steckt in der Klemme, analysiert L’Obs:
„Wenn er jetzt angreift, läuft er Gefahr, eine Welle des Nationalismus zu provozieren, das eine noch brutalere Repression rechtfertigen würde. Die Regierenden der Golfstaaten haben ihn gewarnt:
Jegliche US-Intervention würde die gesamte Region destabilisieren. Greift er nicht an, lässt er die im Stich, die er zum Aufbegehren ermutigt hat und liefert sie einem in Bedrängnis geratenen Regime aus.
Diese Sackgasse offenbart die Grenzen seiner Diplomatie angesichts eines Aufstands: Es ist unmöglich, einen Deal abzuschließen, wenn die Gegenseite Verhandlungen verweigert und der Preis dafür Tausende Menschenleben sind. Der trauernde Iran wartet mit angehaltenem Atem darauf, dass die unerträgliche Ungewissheit endlich ein Ende hat.“
(…)
La Stampa (Italien) 29. Januar 2026
Menschenrechte nur moralischer Rahmen
Um die getöteten Demonstranten geht es Trump nicht in erster Linie, urteilt La Stampa:
„Mit seiner gestrigen Botschaft auf Truth stellte Trump eine klare Bedingung an den Iran. Sollte Teheran nicht über sein Atomprogramm verhandeln, sei die militärische Option wieder im Gespräch. Die Botschaft verdeutlicht, dass der US-Druck nicht darauf abzielt, die interne Repression zu beenden, sondern ein Atomabkommen zu erzwingen.
Der Verweis auf die getöteten Demonstranten schafft einen moralischen Rahmen; das eigentliche Ziel ist jedoch, Irans Fähigkeit, Atomwaffen zu entwickeln, einzuschränken. Die Botschaft hat ihr Ziel erreicht. Teheran erklärt sich dialogbereit, jedoch nur auf der Grundlage gegenseitigen Respekts, und warnt, dass es im Falle von Druck ‚wie nie zuvor‘ reagieren werde.“
9. n tv: Am kommenden Freitag – USA und Iran planen Gespräche im Oman über iranisches Atomprogramm
Nach oben
Am kommenden Freitag
USA und Iran planen Gespräche im Oman über iranisches Atomprogramm
04.02.2026, 16:28 Uhr
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sind iranischen Medienberichten zufolge für Freitag Gespräche zwischen beiden Ländern im Oman geplant, bei denen es vorrangig um das iranische Atomprogramm gehen soll.
„Indirekte Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten sollen am Freitag in Maskat stattfinden“, berichteten die staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Isna am Mittwoch unter Bezugnahme auf die Hauptstadt des Golfemirats.
Die Gespräche beschränken sich demnach „auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran“.
Isna zufolge wird die iranische Delegation von Außenminister Abbas Araghtschi angeführt. An den Gesprächen nehmen demnach zudem die iranischen Spitzendiplomaten Madschid Tacht-Rawantschi and Kasem Gharibabadi teil.
Für die US-Seite reisen laut Isna die Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, zu den Gesprächen in den Oman.
Washington und Teheran unterhalten seit mehr als 40 Jahren keine direkten diplomatischen Beziehungen miteinander.
Nach der gewaltsamen Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran mit tausenden Toten hatte US-Präsident Donald Trump der Führung in Teheran mit einem militärischen Angriff gedroht.
Die USA entsandten einen Flugzeugträger in die Region und forderten von Teheran die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.
10. Wiwo: Illegales Mexikogeschäft – Heckler & Koch wehrt sich weiter gegen BGH-Urteil
Nach oben
Illegales Mexikogeschäft
Heckler & Koch wehrt sich weiter gegen BGH-Urteil
Heckler & Koch wehrt sich gegen die Einziehung von Umsätzen aus illegalen Waffenverkäufen.
Der Antrag liegt seit eineinhalb Jahren vor Gericht – doch es passiert nichts.
Jannik Deters
26.01.2026 – 14:40 Uhr
Heckler & Koch wehrt sich gegen die Einziehung von Umsätzen aus illegalen Waffenverkäufen. Der Antrag liegt seit eineinhalb Jahren vor Gericht – doch es passiert nichts.
Jannik Deters
26.01.2026 – 14:40 Uhr
Vor rund 20 Jahren lieferte der Waffenproduzent Heckler & Koch (HK) illegal G36-Gewehre nach Mexiko. Die Gewehre gingen in Bundesstaaten, in denen sie laut Exportgenehmigung nie hätten landen dürfen. Im Jahr 2014 schossen mexikanische Polizisten in der Stadt Iguala damit auf Studenten, die sich gegen das organisierte Verbrechen einsetzten.
Zwei ehemalige HK-Mitarbeiter wurden wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das Unternehmen sollte 3,7 Millionen Euro in die Staatskasse zahlen, die Erlöse aus dem illegalen Geschäft damit eingezogen werden.
Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) 2024 auch das letzte Detail geklärt hatte, hätte HK zahlen und den Fall zu den Akten legen können. Doch bis heute ist das Geld nicht geflossen. Der Grund: Der Waffenbauer geht juristisch gegen die Einziehung vor. Bereits im Juli 2024 hat Heckler & Koch vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragt, wegen Unverhältnismäßigkeit von der Einziehung abzusehen. (…)
Gericht lässt sich ungewöhnlich lange Zeit
Der Gesetzgeber will mit einer Einziehung verhindern, dass sich Straftaten wirtschaftlich lohnen. „Im deutschen Recht ist grundsätzlich die Einziehung der gesamten Erlöse eines illegalen Geschäfts vorgesehen, nicht nur des Gewinns“, sagt der Strafrechtler Benjamin Grunst. (…)
Wann eine Entscheidung fallen soll, ist offen. Verjähren würden die Ansprüche 30 Jahre nach der Tat, also in etwa zehn Jahren. (…)
11. Aufschrei-waffenhandel: Materialien für Aktionen gegen Rüstungsexporte
Nach obenMaterialien
Planen Sie selbst einen Infostand, einen Vortrag oder eine andere Aktion oder möchten Sie einfach zeigen,
dass Sie Aktion Aufschrei unterstützen?
Hier finden Sie vielfältige Materialen – von Flyern und Informationsbroschüren über Aufkleber,
Poster, Postkarten und Plakate bis hin zu Bannern.
Studie: Deutsche Rüstungsexporte – europäische und internationale Verpflichtungen
Forderungen und Argumente – Rüstungsexportkontrollgesetz
Auswertung der Eckpunkte zum Rüstungsexportkontrollgesetz
Material für die Aktion FRIEDEN BEGINNT HIER! Rüstungsexportkontrollgesetz JETZT!!
Factsheet: Politische Grundsätze der Bundesregierung zu Rüstungsexporten
Unterrichtsmaterial zu Rüstungsexporten
(…)
Argumentationsbroschüre: Gute Gründe gegen den Waffenhandel
12. IPPNW: New-START-Vertrag läuft aus
Nach obenIPPNW-Pressemitteilung vom 4. Februar 2026
New-START-Vertrag läuft aus
IPPNW fordert Verlängerung des Atomwaffenabrüstungsvertrages
Russland hat sein Angebot erneuert, sich ein weiteres Jahr an die Bestimmungen des zum Donnerstag auslaufenden Atomwaffenabrüstungsvertrags New START zu halten. Die deutsche IPPNW-Sektion fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber den USA und in der NATO dafür einzusetzen, dass Präsident Trump das Angebot aufgreift.
Vertreter*innen der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges und der Pugwash-Bewegung haben sich bereits Mitte Januar 2026 in gleichlautenden Briefen an die Präsidenten der USA und Russlands gewandt und ein einjähriges Moratorium zur Verlängerung von New START zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen gefordert, um den letzten noch verbleibenden Rüstungskontrollvertrag zu retten.
Der New-START-Vertrag läuft zum 5. Februar 2026 aus. Unter dem 2011 in Kraft getretenen Abkommen wurden die Atomsprengköpfe auf Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten Langstreckenraketen und Atombombern auf 1.550 Stück reduziert. Die Zahl der Trägersysteme wurde für jedes Land auf 800 Stück begrenzt, wobei nicht mehr als 700 stationiert sein dürfen.
Die Wissenschaftler*innen nennen drei Gründe, warum die Aufrechterhaltung des Vertrages im unmittelbaren nationalen Interesse beider Staaten liegt. Zum einen könne eine Verlängerung von New START ein destabilisierendes Wettrüsten verhindern, nicht nur im atomaren Bereich.
Das sofortige Auslaufen aller Beschränkungen berge die Gefahr eines Atomkrieges. Ohne die Leitplanken von New START wäre der Druck, die Arsenale rasch auszubauen, immens, was hohe Kosten bedeuten und das Risiko von Fehleinschätzungen erhöhen würde.
Zweitens würden einseitige Verpflichtungen zur Begrenzung der Sprengköpfe und Trägersysteme ein starkes Signal an die Welt senden. Sie würden zeigen, dass die USA und Russland trotz geopolitischer Differenzen weiterhin entschlossen sind, den Nichtverbreitungsvertrag aufrechtzuerhalten und zu stärken.
Ein einjähriges Moratorium würde den Präsidenten Trump und Putin drittens die notwendige Zeit verschaffen, um sich mit den Herausforderungen der heutigen Zeit auseinanderzusetzen – darunter die Integration neuer Technologien und die Einbeziehung anderer Atomwaffenstaaten –, ohne dass das Damoklesschwert eines atomaren Wettrüstens über dem Verhandlungstisch schwebt.
„Die Geschichte hat gezeigt, dass dauerhafte Sicherheit durch Vorhersehbarkeit und Kontrolle statt durch uneingeschränkten Wettbewerb erreicht wird. Mit der Entscheidung, diese Beschränkungen für ein Jahr beizubehalten, würden die USA und Russland sicherstellen, dass der Übergang in eine neue Ära der Rüstungskontrolle geordnet und strategisch verläuft“, erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Co-Vorsitzender der deutschen IPPNW-Sektion.
Siehe auch (Vatican News)
Leo XIV. drängt auf Fortsetzung von New-START-Vertrag
Mit Sorge beobachtet Papst Leo, dass an diesem Donnerstag der von Russland
und den USA unterzeichnete New-START-Vertrag ausläuft.
Er appelliere dringend dazu, dem Instrument eine „konkrete und wirksame Fortsetzung“ zu geben, so der Papst bei seiner Generalaudienz am Mittwoch. (…)
13. ZDF: Post von der Bundeswehr: Wenn der Musterungsbrief im Briefkasten landet
Nach oben
Post von der Bundeswehr:
Wenn der Musterungsbrief im Briefkasten landet
von Svenja Bergerhoff und Svenja Dohmeyer
02.02.2026 | 12:15
Die ersten Briefe zur Wehrdiensterfassung sind da. Angeschrieben und befragt werden Männer und Frauen des Jahrgangs 2008. Die jungen Männer müssen antworten, Frauen nicht.
Gerade mal eine gute Woche ist Jaris 18. Geburtstag her, als er Post bekommt. Der Absender: die Bundeswehr. Damit ist der Schüler aus Hannover einer der ersten, die den neuen Wehrdienstfragebogen zugeschickt bekommen.
Im Brief enthalten – neben dem QR-Code zum Onlinefragebogen: eine Info-Broschüre und rechtliche Hinweise. Denn junge Männer müssen den Fragebogen ausfüllen. Andernfalls droht eine Geldstrafe. Für Frauen ist das Ausfüllen freiwillig.
(…)
Auch bei der Frage nach seinem Interesse am Soldatendienst muss er nicht lange überlegen. Denn seine Entscheidung steht schon lange fest:
„Ich persönlich habe wenig Interesse an der Bundeswehr. (…) Weil ich persönlich den Dienst an der Waffe verweigern will, weil ich nicht im Ernstfall an der Front sterben möchte.“
Jari Weckman
Wenn es eine Wehrpflicht gäbe, dann würde er sich für einen sozialen Ersatzdienst entscheiden. So wie auch sein Vater Timo in den 90er Jahren. (…)
Für Jarii machen Geld und Förderungen keinen Unterschied:
„Man wird ja praktisch ausgebildet, um Menschen zu töten, möglichst effektiv, möglichst schnell. Und das ist für mich kein Geld der Welt wert.“
Jari Weckman
(…)
Weitere Infos: Internationale Münchner Friedenskonferenz
Gegen den Strom der Gewalt
Internationalen Münchner Friedenskonferenz
13. – 15. Februar 2026
Die 24. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 betont die Gestaltungskraft der Zivilgesellschaft.
Angesichts einer weltweiten politischen Realität, in der staatliches
Handeln oft von Machtpolitik, militärischer Logik und der Durchsetzung nationaler
Interessen geprägt ist, werden zentrale Aufgaben wie Friedenssicherung,
Gewaltprävention und Schutz der Bevölkerung vielfach vernachlässigt.
Internationale Münchner Friedenskonferenz
13.- 15. Februar 2026
Gegen den Strom der Gewalt
Salesianum, St. Wolfgangs-Platz 11, 81669 München,
Zugang und Eintritt über Sieboldstr. 11
Freitag, 13. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr Einlass: 18 Uhr
„I Refuse!“ – Kriegsdienstverweigerung als Widerstand gegen Staat und Militär
(Präsenz und Live-Stream) (Simultanübersetzung englisch-deutsch)
Simon David Dressler, Political Influencer
Sofia Orr, Mesarvot, israelische Kriegsdienstverweigerin
Timofey Vaskin, Kriegsdienstverweigerer aus Russland
Yan Kormilitsyn, Kriegsdienstverweigerer aus der Ukraine
Franz Nadler, Connection e.V.
Katharina Rottmayr-Czerny, Netzwerk Friedenssteuer
Moderation: Kerem Schamberger, medico international
Musik: Konrad Huber (Gitarre)
Samstag, 14. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr
Zeit zu reden: Sanktionen und Boykotte als Mittel von Politik und Zivilgesellschaft (Präsenz und Live-Stream) (nur in Deutsch)
Deborah Feldman, Autorin
Dr. Shir Hever, Political Economist
Khaled El Mahmoud, Jurist und Völkerrechtler
Prof. Dr. Isabel Feichtner, Rechtswissenschaftlerin
Moderation: Kristin Helberg
Musik: Johannes König (Violoncello) und Pedro Aguiar (Gitarre)
Samstag, 14. Februar 2026 | 10 – 12 Uhr: Workshops (nur in Präsenz)
Workshop 1: Planspiel: Rüstungsexporte; mit Harald Hellstern, pax christi
Workshop 2: Exploratives Spiel; mit Caren Niemann
Sonntag, 15. Februar 2026 | 11 – 13 Uhr (in Präsenz)
Fabian Scheidler: Buchlesung „Friedenstüchtig“
Sonntag, 15. Februar 2026 | 18 Uhr
Achtung: anderer Veranstaltungsort: Hansa-Haus, Brienner Straße 39 (in Präsenz)
Friedensgebet der Religionen
Weitere Informationen, über den Trägerkreis, wie auch Kartenvorverkauf https://friedenskonferenz.info/
14. AFK: Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung: die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung
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Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung:
die Bedeutung inter- und transdisziplinärer Forschung
11.-13. März 2026
Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) in Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig, Arbeitsbereich Internationale Beziehungen und transnationale Politik
Die aktuellen politischen, ökologischen und sozialen Krisen zeigen, dass die Friedens- und Konfliktforschung ihre Konzepte, Methoden und praktischen Ansätze dringend weiterentwickeln muss.
Die Friedens- und Konfliktforschung zeichnet sich daher zunehmend durch ihre Komplexität und Multidimensionalität aus und erfordert innovative Ansätze, um auf eine Welt zu reagieren, die durch rapiden Wandel, wechselnde Machtdynamiken und globalisierte Herausforderungen geprägt ist.
Diese Konferenz soll die Überschneidungen von Ideen, Methoden und Konzepten im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung beleuchten und den Mehrwert der interdisziplinären Zusammenarbeit in den Vordergrund stellen. (…)
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Mit freundlichen Grüßen
Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
A.-v.-Humboldt-Weg 8a
85354 Freising
Tel.: 08161-547015
Fax: 08161-547016
C.Ronnefeldt@t-online.de
www.versoehnungsbund.de
Spendenkonto für die Arbeit des
Versöhnungsbund-Friedensreferates:
Kontoinhaber: Versöhnungsbund e.V.
IBAN DE40 4306 0967 0033 6655 00
Stichwort: Friedensreferat/C. Ronnefeldt
