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Internationaler Versöhnungsbund – Presseschau vom 14.10.26.

Veröffentlicht am Oktober 17, 2026Oktober 17, 2026 by Hartmut Dreier
Presseschau · Oktober 2026

Kriege, Militarisierung und Perspektiven für den Frieden

Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, hat 15 Beiträge zu aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und in Westasien sowie zu Militarisierung, Völkerrecht und gewaltfreien Handlungsmöglichkeiten zusammengestellt.

Ronnefeldt weist ausdrücklich darauf hin, dass er nicht allen Aussagen der ausgewählten Artikel zustimmt, die Beiträge jedoch für wichtig hält.

1 · Washington Post

„Mach das Problem und die Lösung größer“: Der Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges

Ein Bericht über einen diplomatischen Vorstoß der US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff. Das diskutierte Paket umfasst den Wiederaufbau der Ukraine, Sicherheitsgarantien, wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa sowie einen Waffenstillstand entlang der bestehenden Frontlinie. Insbesondere die territorialen Zugeständnisse stellen ein erhebliches Hindernis dar.

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2 · ntv

Ukraine: SpaceX schränkt Starlink-Nutzung für Militär ein

Nach ukrainischen Angaben hat SpaceX die militärische Nutzung des Satellitennetzwerks Starlink bei hohen Geschwindigkeiten eingeschränkt. Die Änderungen sollen mehrere Einsätze beeinträchtigt haben. Der Bericht verdeutlicht die Abhängigkeit moderner Kriegsführung von privat betriebener Kommunikationsinfrastruktur.

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3 · ntv

„Wer hinter dem Nord-Stream-Anschlag steckt, ist ziemlich klar“

Zum Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Beteiligten an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erläutert Investigativjournalist Oliver Schröm seine Recherchen. Er beschreibt die mutmaßliche Beteiligung ehemaliger ukrainischer Geheimdienstmitarbeiter und Fragen nach dem Wissen westlicher Geheimdienste. Eine Beauftragung durch Präsident Selenskyj hält er nach seinen Recherchen für unwahrscheinlich.

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4 · ZDFheute

Streit um Diesel-Deal: Trump fordert neuen Präsidenten in der Ukraine

US-Präsident Donald Trump fordert einen politischen Führungswechsel in Kiew und macht Wolodymyr Selenskyj Vorwürfe wegen des ausbleibenden Kriegsendes und der Energiepolitik. Die ukrainische Regierung weist diese Einmischung zurück. Der Beitrag beleuchtet die wachsenden Spannungen zwischen Washington und Kiew.

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5 · Associated Press

Angekündigter Energie-Waffenstillstand – Angriffe gehen weiter

Donald Trump verkündet eine angebliche Vereinbarung zwischen Russland und der Ukraine über den Verzicht auf Angriffe gegen Energieanlagen. Kiew begrüßt die Ankündigung, meldet jedoch weitere russische Angriffe. Der Bericht zeigt die Unsicherheit diplomatischer Zusagen und die anhaltende Gefährdung der Zivilbevölkerung.

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6 · Internationale Politik und Gesellschaft

Wenn andere entscheiden

Der ukrainische Politikwissenschaftler Nickolay Kapitonenko fordert eine realistischere Friedensstrategie seines Landes. Statt sich auf unbegrenzte Unterstützung oder einen vollständigen militärischen Sieg zu verlassen, müsse die Ukraine ihre eigenen Interessen, Verhandlungsziele und roten Linien definieren. Entscheidend seien die Bewahrung ihrer Staatlichkeit, Demokratie, wirtschaftlichen Zukunft und Verteidigungsfähigkeit.

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7 · Berliner Zeitung

Zu Gast beim Kriegsgipfel in Warschau: Wie die Nato den Sieg über Russland verkündet

Journalist Jan Opielka berichtet vom Warsaw Security Forum, auf dem Militärs, Politiker und Rüstungsunternehmen über Abschreckung und Kriegsführung diskutieren. Kritisch beschreibt er eine Atmosphäre, in der militärische Eskalation und technologische Überlegenheit dominieren, während diplomatische Alternativen und das Leid der vom Krieg betroffenen Menschen wenig Raum erhalten.

Reportage lesen →
8 · Graswurzelrevolution

Ertüchtigung für den Krieg – Die Ausbildung ukrainischer Soldaten bei der Bundeswehr

Franz Nadler untersucht die Ausbildung ukrainischer Soldaten durch die Bundeswehr und deren politische sowie rechtliche Bedeutung. Er hinterfragt, in welchem Verhältnis militärische Ausbildungsunterstützung, Waffenlieferungen und die Gefahr einer weiteren Kriegsbeteiligung Deutschlands stehen.

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9 · Frankfurter Rundschau

Öffentliche Hinrichtung als Machtdemonstration: Trumps entgrenzte Autokratie

In seinem Kommentar kritisiert Jakob Maurer die zunehmende Entgrenzung staatlicher Macht unter Donald Trump. Im Mittelpunkt stehen die öffentliche Inszenierung von Gewalt, extralegale Tötungen und die Gefährdung rechtsstaatlicher Grenzen. Der Autor sieht darin alarmierende Entwicklungen für die amerikanische Demokratie.

Kommentar lesen →
10 · Stiftung Wissenschaft und Politik

Konnektivität und Redundanz: Geoökonomische Großprojekte am Persischen Golf und im Nahen Osten

Volker Perthes untersucht die strategische Bedeutung großer Verkehrs-, Energie- und Wirtschaftsverbindungen am Persischen Golf und im Nahen Osten. Im Mittelpunkt stehen die politischen und wirtschaftlichen Interessen hinter solchen Infrastrukturprojekten und die Frage, wie regionale Verflechtungen und alternative Verbindungen die Stabilität beeinflussen können.

SWP-Analyse lesen →
11 · ntv

Philippe Sands kritisiert deutsches Schweigen zu Israel

Der mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Völkerrechtler Philippe Sands kritisiert Deutschlands Zurückhaltung gegenüber israelischem Handeln im Gazakrieg. Er fordert, das internationale Recht ohne doppelte Maßstäbe anzuwenden und auch gegenüber engen Verbündeten mögliche Völkerrechtsverletzungen offen anzusprechen.

Bericht lesen →
12 · Pro Peace

Israel & Palästina: Ist Frieden noch möglich?

Bei einem Fachgespräch am 14. Oktober 2026 in Köln stand die israelisch-palästinensische Bewegung Combatants for Peace im Mittelpunkt. Die Veranstaltung stellte die gemeinsame gewaltfreie Arbeit von Israelis und Palästinensern vor und thematisierte die schwierigen Lebensbedingungen im Westjordanland sowie Perspektiven für Verständigung und Frieden.

Veranstaltungsinformationen lesen →
13 · Internationale Politik und Gesellschaft

Die Grenzen der Eskalation

Friedensforscher Herbert Wulf zeigt anhand der Kriege in der Ukraine und im Iran, dass militärische Überlegenheit keineswegs automatisch zu einem politischen Sieg führt. Die Eskalation verursacht enorme menschliche und wirtschaftliche Kosten. Wulf untersucht, unter welchen Bedingungen Konfliktparteien bereit sein könnten, von militärischer Konfrontation zu ernsthaften Friedensverhandlungen überzugehen.

Analyse lesen →
14 · Zentrum für Internationale Friedenseinsätze

Das Völkerrecht stärken – aber wie?

Andreas Wittkowsky entwickelt Vorschläge zur Stärkung der internationalen Rechtsordnung. Angesichts zunehmender Kriege und der häufigen Blockade des UN-Sicherheitsrats fordert er wirksamere Verfahren zur Behandlung von Völkerrechtsverletzungen, eine glaubwürdige Auslegung rechtlicher Grundsätze und stärkere Initiativen zur Durchsetzung des internationalen Rechts.

ZIF-Briefing als PDF lesen →
15 · Lebenshaus Schwäbische Alb

Gewaltfreie Soziale Verteidigung – Eine Alternative zum Krieg

Ein neuer Band von Egon Spiegel stellt das Konzept der Gewaltfreien Sozialen Verteidigung vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Gesellschaften gegen Unterdrückung und Angriffe schützen können, ohne auf militärische Gewalt und Krieg zurückzugreifen. Das Buch lädt dazu ein, zivile Formen des Widerstands und der gesellschaftlichen Selbstverteidigung als friedenspolitische Alternative zu diskutieren.

Buchvorstellung lesen →
Zusammenstellung:
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes.

Hinweis:
Die Kurzfassungen dienen der Orientierung und verweisen auf die jeweiligen Originalveröffentlichungen. Die Inhalte und Bewertungen geben die Positionen der genannten Autorinnen, Autoren und Medien wieder. Clemens Ronnefeldt weist darauf hin, dass er nicht allen Aussagen der zusammengestellten Beiträge zustimmt. Für die Inhalte der verlinkten externen Seiten sind die jeweiligen Anbieter verantwortlich.

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erscheint aus guten Gründen seit 1968 im Ruhrgebiet

Ist seit 1968 widerborstig und unabhängig.

Eine der wenigen noch präsenten Streitschriften aus dem herrschafts-kritischen, linken Zusammenhang der letzten Jahrzehnte und der Gegenwart

Regional und global, interkulturell, religionssensibel im „Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Bringt alle drei Monate 24 Seiten, mit dem Blick von links-unten, aus der Sicht auch von Jüngeren.

Es sind kritische Beiträge zu den wichtigen Themen in einer für „Strukturwandel“ beispielhaften Region wie das Ruhrgebiet, geschrieben von engagierten Autorinnen und Autoren.

ABO: 20 € jährlich mit 4 Ausgaben Kostenloses Probeexemplar oder Abo bestellen bei KONTAKT.

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