Fast jeder dritte Euro für Panzer und Drohnen
In einem Kommentar in der Wochenzeitung DIE ZEIT beleuchtet der Wirtschaftsjournalist Mark Schieritz die finanziellen Folgen der geplanten deutschen Aufrüstung. Nach dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung sollen innerhalb von vier Jahren rund 607 Milliarden Euro in die Verteidigung fließen. Bis 2030 könnten die jährlichen Militärausgaben auf 183 Milliarden Euro steigen – rund 30 Prozent des Bundeshaushalts.
Schieritz warnt davor, dass die steigenden Rüstungsausgaben und die damit verbundenen Schulden den finanziellen Spielraum für Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und soziale Leistungen erheblich einschränken. Er verweist auf das sogenannte „Kanonen-Butter-Dilemma“: Geld, das für militärische Zwecke ausgegeben wird, steht für andere gesellschaftliche Aufgaben nicht mehr zur Verfügung.
Der Beitrag stellt damit die Frage, welche langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Folgen die militärische Aufrüstung für Deutschland haben wird und wie ihre Finanzierung gerecht gestaltet werden kann.
Vollständigen ZEIT-Kommentar lesen →DIE ZEIT / ZEIT ONLINE, Mark Schieritz, 4. Juli 2026: „Fast jeder dritte Euro für Panzer und Drohnen“.
Hinweis: Der Beitrag ist ein journalistischer Kommentar und gibt die Einschätzungen seines Autors wieder. Die genannten Haushaltszahlen beziehen sich auf den damaligen Regierungsentwurf.
