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Fotograf: T.Schmidt 

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Es kamen sehr viele Menschen zur Kundgebung gegen den AfD-Landesparteitag
NRW in Marl. Ab 8 Uhr morgen strömten immer neue Gruppen von
Demontrationsmenschen mit vielen kreativen selbst gebastelten
Transparenten die Treppen vom Bahnhof Marl-Sinsen hinab und links herum
die wenigen hundert Meter zum Kundgebungsort. Der DGB Emscher-Lippe mit
dem Vorsitzenden Mark Rosendahl hatten dazu aufgerufen, sehr viele weitere
Gruppen schlossen sich diesem Aufruf an. Als erste hatte die Satire-Partei
"Die Partei" eine Kundgebung offiziell angemeldet und sie zogen - leider -
neben der DGB-Kundgebung ihre Veranstaltung durch. Nimmt man alle Menschen
zusammen, so waren rund 1.000 Menschen auf den Beinen.

Die Stimmung war gut und dass der DGB Emscher-Lippe nach internen
Beratungen innerhalb Marls schließlich den richtigen Beschluss fasste,
erstaunte in Marl wie zu hören ist einige, die nichts gegen den
Landesparteitag der AfD organisieren wollten, mit dem Argument, man würde
dadurch die AfD medial aufwerten; innerhalb der Politik in Marls votierten
nacheinander "Wir bleiben zuhause" die CDU, FDP, DGB Marl, SPD, B90/Die
Grünen u.a. Für Protestaktion votierten von Anfang: Marler Wege zum
Frieden, CIAG Marl =Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl,
Wählergemeinschaft Die Grünen Marl und sehr viele Einzelne meldeten, sie
würden auf jeden Fall demonstrieren. Aus Kreisen der SPD gab es ähnliche
Stimmen. Daher war der DGB Emscher-Lippe sehr gut beraten, zur Kundgebung
und Gegen-Demonstration gegen die AfD aufzurufen.

Die Polizei trennte den Landesparteitag der AfD und diese beiden
Gegen-Kundgebungen durch Absperrung der Straße Graewenkolkstrasse. Man sah
sich und konnte sich zurufen, mehr war nicht drin.Die Jugendorganisation
der AfD hatte im Programm, das Netzwerk "Schulen ohne Rassismus" müsse
beendet werden. Daher war es erstaunlich, dass z.B. die vier Marler
"Schulen ohne Rassismus" nicht sichtbar aufgetreten sind; es gab einzelne
Lehrkräfte und einzelne aktive SchülerInnen aber insgesamt Schweigen.

Es geht hier um die sog. Neutralitätspflicht auch von Schulen und
staatlichen Institutionen, die gesellschaftspolitisch zu diskutieren ist.
Denn auch die NSDAP wurde durch Wahlen vor 1933 immer stärker und schaffte
dann nach der Machtübernahme/Machtübergabe die Demokratie ab. Wir hatten
gedacht, diese Erfahrung reichte ein für allemal. Gibt es gegen die
erklärten Feinde der Demokratie Neutralität? Das kann und darf nicht sein!

Es gibt im Internet eine Aufstellung von anti-demokratischen Sprüchen aus
AfD-Führungskreisen "Damit später niemand sagen kann:Oh Das habe ich aber
nicht gewusst!". Wir ersparen uns solche Zitate hier bei uns, aber diese
neuen Nazis wollen einen anderen Staat. In den Reden der vom DGB und
anderen organisasierten Kundgebung wurde durchgehend auf den reaktinären
politischen Plan der AfD hingewiesen.